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„Meet the Kids“ hieß das Motto des wöchentlich stattfindenden SitEinander Kurses im Weddinger Familienzentrum. Letzten Montag standen noch die Eltern im Mittelpunkt, dieses mal ging es ausschließlich um die Kinder: Wir hatten eine kleine Aufgabe für die Familien vorbereitet und uns gefreut mit wie viel Enthusiasmus und Kretaivität die Eltern und Kinder sie in die Tat umsetzen. 

Die Eltern suchten sich jeweils eines der anwesenden Kinder aus und versuchten in 20 Minuten so viel wie möglich über den Jungen oder das Mädchen herausfinden. Einige Kinder saßen dabei wie Schulkinder um den kleinen Spieltisch des Familienzentrums und steckten Perlen auf ihre Unterlagen, andere wuselten beschäftigt herum, und schenkten den bemühten Eltern nur gelegentlich Beachtung. 

Manche der Eltern hatten harte Nüsse zu knacken. Andere waren überrascht wie zugänglich die eigenen und fremden Kinder waren. Ein paar Antworten entlockten wir jedoch allen Kindern und es war definitiv ein Interview der besonderen Art .

 

Der letzte Schritt der Aufgabe war, ein Bild der Kinder zu zeichnen, das möglichst viele der herausgekitzelten Informationen beinhaltet. Das Ergebnis war amüsant:

„Das ist Max, Er will Pilot werden und seine Lieblingsfarbe ist rot.“

„Das ist Lotta mit den vielen Locken. ich habe mit ihr gekocht und sie hat eine Spielküche zu Hause.“

In beiden Fällen waren die Eltern der Kinder selbst überrascht, denn Lotta hat gar keine Spielküche und Max wollte nie zuvor Pilot werden.  Trotzdem kennen wir uns jetzt besser als zuvor. Wir haben ein besseres Auge dafür, welche Kinder mit welchen Eltern gut können, wo man noch abwarten muss.

Ein wichtiger Punkt des Nachmittags war das gegenseitige Verabreden. Die Erfahrungen hatten gezeigt, dass ein nachträgliches Verabreden nur schleppend voran geht, also haben wir beschlossen möglichst viele Verabredungen gleich vor Ort auszumachen. Nur, wenn Familien sich oft treffen, die Wohnnung des anderen gesehen und ihn im privaten Umfeld erlebt haben, entsteht das Vertrauen, was man zum gegenseitigen Babysitting braucht. Wir  hatten im Vorfeld zunächst eine Karte der Gegend um das Familienzentrum ausgedruckt. Jeder vermerkte dann mit einem roten Punkt, wo er wohnte und evtl. wo die Kinder zum Kindergarten gingen. Plötzlich wurde unser Umfeld klarer und das Verabreden ging auch viel leichter. „Mensch wir sind ja Nachbarn“.

Wie immer bekamen die Eltern noch einen Challenge-Aufkleber mit nach Hause. Das Motto der diesigen Woche lautet: „Täglich 1 Stunde mehr Schlaf“. Es gab das ein oder andere Schmunzeln und die Ankündigung der Unmöglichkeit, sodass wir gespannt auf die Auswertung der nächsten Woche sind.